
Immer wieder fragt mich jemand, warum unser Logo grün ist. Und mit ihm die Website und die Flaggen über unserem Lager. Ich habe zwei Antworten darauf.
Die erste hat mit meinem Kleiderschrank zu tun. Ich hatte im Leben mehrere Phasen. Viele Jahre trug ich nur Anzug und Krawatte. Dann änderten sich meine Lebensumstände, und ich trug Schwarz. Viel später kam meine grüne Phase: weite olivfarbene Cargohosen, erdfarbene T-Shirts und Polo-Shirts. Genau in dieser Zeit entstand SSK. Heute bin ich in meiner blauen Phase angekommen, mit Bluejeans und blauen Polo-Shirts. Das Logo ist trotzdem grün geblieben.
Die zweite Antwort gefällt mir viel besser.
Wenn Du mit den Knien über eine Wiese rutschst, hast Du hinterher grüne Streifen auf der Hose. Grasflecken. Genau dieses Grün könnte der Ursprung unseres Logos sein. Es zeigt, dass unsere Kampftechniken auch auf den Boden gehören. Wir können liegend kämpfen, und wir lassen uns ganz selbstverständlich in den Dreck fallen. Ohne Angst um Schmutz und ohne Angst um zerrissene Kleidung.
Dafür gibt es bei uns eine einfache Regel: Schmutz muss sich aus der Gewandung herauswaschen lassen. Wenn das nicht geht, ist die Gewandung zum Kämpfen unbrauchbar. Und wenn sie beim Bodenkampf zerreißt, ist sie für den Kampf auf dem Boden auch nicht zu gebrauchen. So einfach ist das.
SSK ist kein Schickimicki-Laden, in dem die prunkvolle Gewandung wichtiger ist als ein guter Kampf. Im Gegenteil. Wir wollen kämpfen, überzeugen und glaubhaft zeigen, was bei einem Schwertkampf passieren kann. Wir wollen beim Publikum etwas auslösen: Begeisterung, Angst, Spannung, Mitgefühl. Und abends wollen wir am Lagerfeuer mit leuchtenden Augen erzählen, was auf dem Kampfplatz los war. Ein bisschen Applaus darf es natürlich auch sein.
Aber das Leuchten in den Augen, eine richtig gute Videoaufnahme und die Schürfwunde am Knie sind mir wichtiger als eine Minute in der Applausaufstellung.
Und das Logo? Das bleibt grün. Grasgrün.
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